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Artemia

From Korallen Wiki - Arten, Haltung, Vermehrung, Zucht, DIY, Meerwasser
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Einleitung

Artemia (engl. brine shrimp) ist der Name einer Gattung von Krebstieren aus der Familie Artemiidae in der Ordnung der Kiemenfüßer (Anostraca). Auf Deutsch werden die Tiere dieser Gattung Salzkrebschen oder Salzwasserkrebse genannt, was jedoch leicht zur Begriffsverwirrung führen kann, da die hierzu gehörende Art mit Namen Salinenkrebs dem Gehalt sehr ähnlich und noch dazu ein im Handel recht häufig anzutreffender Vertreter (Artemia salina) ist.

Sie sind typische Bewohner von Binnensalzgewässern und können mit ihren Dauereiern das Austrocknen dieser Gewässer überstehen. Die Tiere ernähren sich von Bakterien und Algen, die sie aus dem Wasser filtern. Die Fortpflanzung erfolgt sexuell oder über Jungfernzeugung, durch eine bei einigen Arten vorhandene Zwitterdrüse, also Selbstbefruchtung. Artemia können sowohl Eier legen als auch lebende Junge zur Welt bringen. Neue Lebensräume können die Arten durch ihre Dauereier besiedeln, da diese häufig von Wasservögeln verschleppt werden.

Zucht

Die Tiere lassen sich leicht züchten, die Eier sind lange haltbar und innerhalb von einem halben Tag können daraus Nauplien schlüpfen. So kann schnell Lebendfutter "erzeugt" werden, wenn nötig.

Artemia wird als Zierfischfutter auch in Teichen und Seen in Deutschland gezüchtet und geerntet.[1]

Wert für Korallen

Leider sind Salinenkrebse das wohl am meisten verbreitete Futter in Meerwasseraquarien, obwohl sie nicht die natürliche Nahrung darstellen und sogar der Nährwert (EPA/DHA/HUFA) gegen Null geht. Mit einer Anreicherung vor dem Einfrieren von Frostfutter oder Lebendfutter könnten die Tiere Ihren Nährwert deutlich (bis etwa 10-fach) steigern. Ob käufliches Lebendfutter angereichert wurde und ob nach X Tagen noch genügend davon übrig ist, bleibt sehr ungewiss.

Einige Arten der Gattung werden lebend, getrocknet oder gefroren als Fischfutter verwendet. Die Nauplien (eier), die sehr einfach aus den Dauereiern erbrütet werden können, sind ein sehr wichtiges Futtermittel in der Aquakultur und der Aquaristik. Dekapsuliert (geschält) können die Artemia-Eier auch direkt verfüttert werden. Leere Eihüllen oder nichtgeschälte, nichtgeschlüpfte Eier sollten nicht gefüttert werden, da sie unverdaulich sind.

Nährwerte

Neben Proteinen (Eiweißen) spielen essentielle Fettsäuren eine wichtige Rolle, vor allem die hochgradig ungesättigten Fettsäuren (HUFA= Highly Unsatturated Fatty Acid). Hier sind die Omega-3 Fettsäuren DHA (Docosahexaenoic Acid) und EPA (Eicosapentaenoic Acid) besonders hervorzuheben. Gerade hier fehlt es Artemien entscheidend und können als „Wasser in Krebsform“ bezeichnet werden

  • Wasser < 5 %
  • Protein (Eiweiß) 56,4 %
  • Fett 11,8 %
  • Vitamine C, A

Einzelnachweise

  1. [1] Bericht im Online Aquarium-Magazin Ausgabe Dez. 2008 (S. 10)

Weblinks