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Ausfällungen

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Einleitung

Mit Fällung (Ausfällung, englisch Precipitation) wird das Ausscheiden eines gelösten Stoffes aus einer Lösung bezeichnet, der als Niederschlag sich an Oberflächen anhaftet oder das Wasser milchig trüb verfärbt. Das Ausscheiden erfolgt als vollständig oder teilweise unlöslicher Niederschlag in Form von Flocken, Tröpfchen oder kristallinem Material. Die Niederschläge der ausgefällten Feststoffe sind zunächst meist mikrokristallin oder amorph. Mit der Zeit kann durch Umkristallisation die Bildung einer stabileren Kristallmodifikation stattfinden. Oft vergrößern sich diese Teilchen bei Alterung durch zusätzliche Agglomeration. Dadurch lassen sie sich besser filtrieren oder bilden einen Bodensatz. Mit der Alterung der Niederschläge verringert sich außerdem deren Löslichkeit.

Die Bildung der Ausfällung kann auf mehrere Arten ausgelöst werden
  • Fällungsreaktionen (verchiedenen Salze reagieren zusammen)
  • Veränderung des pH-Werts

Durch Phosphat im Beckenwasser wird die Bildung von Ausfällungen stark gemindert.

Die verschiedenen Ausfällungen

Balling

Beim Balling werden die Stammlösungen dem Beckenwasser zugegeben, um Alkalinität, Magnesium oder Calcium stabil in gewünschter Konzentration zu halten. Bei Zugabe von Natriumcarbonat (Na2CO3) oder Natriumhyrogencarbonat (Na2HCO3) sollte der zeitliche Abstand zu Calciumchlorid-Dihydrat (CaCl2 x 2H2O) eine Minuten Abstand betragen, sodass kein Natron direkt auf Calciumchlorid trifft, sonst gibt's Ausfällungen. Wenn Sie Stammlösung in das Technikbecken an einer gut durchströmten Stelle dosiert wird, dann sinkt das Risiko von Ausfällungen deutlich.

Calcium fält insbesondere bei einem hohen pH aus, deshalb immer dann dosieren, wenn der pH am niedrigsten ist.

Salzwasser für Wasserwechsel

  • Es kann passieren, das bei angesetztem Salzwasser durch Salzsorten mit hoher Calciumkonzentration bei längerer Lagerung es flockige Ausfällungen gibt. Deshalb empfiehlt sich in so einem Fall nur frisch angesetztes Salzwasser zu verwenden.
  • Wenn verschiedene Salzmischungen beim Ansetzen von Wechselwasser vermischt werden, kann es zu Ausfällungen kommen - ein Test vorab ist sinnvoll.
  • Manche Salzmischungen dürfen nur langsam dem Frischwasser zugegeben, am besten noch bei gleichzeitiger Wasserbewegung.
  • Wenn das Wasser sehr kalt ist, kann es es bei schneller Zugabe vom Salz zu Ausfällungen kommen. Magnesiumsalze lösen sich deutlich langsamer als die Calciumsalze. Magnesium ist der Puffer zwischen Calcium und der Alkalinität; so werden diese beiden Bestandteile in Lösung gehalten. Sofern also Magnesium noch nicht ausreichend gelöst ist, passiert eine chemische Reaktion zwischen der Alkalinität und dem Calcium. Es fällt Kalk in kleinsten Partikeln aus, die entweder im Wasser als Trübung sichtbar werden, oder sich an der Dekoration / Scheiben als weißlicher recht fester Niederschlag absetzen.

Portlandzement

Calciumoxid (CaO) ist Hauptbestandteil von Portlandzement. Es bildet im Wasser Calciumhydroxid (Ca(OH)2). Durch die Calciumoxidzugabe kommt es zu einer starken Erhöhung des pH-Werts (> 9) und dadurch zu einer Ausfällung von Calciumcarbonat (CaCO3). Weniger Calciumcarbonat im Wasser führt zu weniger Carbonathärte (Alkalinität).

Kalkwasser

Wenn zu schnell und zuviel Kalkwasser dosiert wird, dann kommt es zu starken Ausfällungen.

Einzelnachweise


Weblinks